Was erfährt man hier?

Neuigkeiten rund um meine Romane und Antworten auf Fragen, die mir häufig gestellt werden.

Freitag, 2. Dezember 2016

Lesung im Haus Wörterbunt

Die Gastgeberin von "Haus Wörterbunt" hat auf ihrem Blog einen schönen Bericht über unsere kleine Lesung veröffentlicht.

Hier der Link: Haus Wörterbunt

http://www.woerterbunt.de/blog/



Mit freundlicher Genehmigung von Sonja Ziemann

Dienstag, 22. November 2016

Sneak Preview



In einem bezaubernden Wohnzimmer im wendländischen Kovahl findet am Freitag, den 25.11.2016 ab 19 Uhr eine "Lesung mit Musike" statt. Und ich darf dabei sein!
Dieses Mal lese ich hochexklusiv den Anfang von "Das blaue Medaillon", meinem historischen Roman, der erst nächstes Jahr Ende August erscheinen wird. Ich freue mich schon.
Hier die Ankündigung vom "Haus Wörterbunt":


Freitag, 25. November 2016 um 19:00 Uhr
"Lesung mit Musike"

Ich bin stolz, mir den Abend mit Martha Sophie Marcus zu teilen. Ihr wurde kürzlich der Kulturförderpreis des Landkreises Lüneburg verliehen! Wer Martha in der letzten Saison schon im Hause Wörterbunt erlebte, der weiß, dass diese Ehrung mehr als verdient erfolgte. Wir werden eigene Texte lesen: Ich zwei meiner Kurzgeschichten (die eine wird derzeit noch im Schreibstübchen geschliffen und kommt dann sozusagen noch ofenwarm auf den Tisch) sowie eine Castorgeschichte aus meinem Roman "Weil Inga aus dem Kirschbaum fiel". Martha wird exclusiv für das Haus Wörterbunt Publikum aus ihrem ganz neuen, kurz vor der Veröffentlichung stehenden historischen Roman lesen.
Umspielen wird uns Jörg Bobriks Gitarre(n)musik. Jörg ist u.a. als Mitglied der Gruppe Dervjani und im Duo mit Helmut Heine bekannt.

Mittwoch, 9. November 2016

Coverenthüllung: Das blaue Medaillon

Im September 2017 erscheint "Das blaue Medaillon" im Lübbe-Verlag. Endlich darf ich Euch das Cover zeigen, das unter den Einbänden all meiner Romane eindeutig zu meinen Favoriten gehört.



Die Vorschau:


Montag, 10. Oktober 2016

Bunt, bunt, bunt sind ...

Alle Ausgaben meiner Romane. Ganz schön bunt. Welche ist am schönsten? Ich habe zwei Favoriten. Mein drittes Lieblingscover wird das neue, das ich Euch erst im November zeigen darf. Ich freu' mich schon.


Sonntag, 25. September 2016

Preisverleihung

Am Freitag fand in der Domäne Scharnebeck die Verleihung des Kulturförderpreises statt. Es war eine rundum schöne Veranstaltung. Auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank an alle Beteiligten. Die Erinnerungen an den Tag werden mich noch lange begleiten.



Link zur Pressemitteilung Landkreis Lüneburg


Quelle: ff, Landeszeitung für die Lüneburger Heide

Mittwoch, 8. Juni 2016

Riesenfreude für Martha

Martha und Drachendame Hedwig im Juni 2016

Die liebenswerte Drachendame, die in meinem Garten steht, symbolisiert für mich vor allem die Gnade der Fantasie, ohne die ich als Romanschriftstellerin nicht weit käme. Sie erinnert mich allerdings auch an die dunklen Ungeheuer mit denen außer mir sicher noch viele andere Schriftsteller und Schriftstellerinnen ständig zu ringen haben. Da wäre der Drache Ablenkung, der sich von meiner Motivation und Selbstdisziplin ernährt und ideenreich alles daran setzt, mich vom Schreiben abzubringen. Andere nennen ihn verharmlosend den inneren Schweinehund.
Immer wieder hebt auch der nie ganz zähmbare Drache Selbstzweifel den Kopf und will beachtet werden. Wachsende Erfahrung hält ihn in Schach, doch die wirksamste (wahrhaft magische) Waffe gegen ihn ist unaufgefordert geschenkte Anerkennung von außen.
Der finsterste Gegner von allen ist jedoch der Drache Existenzangst, dessen scharfes Gebiss aus schwankenden Verkaufszahlen, schlechten Honoraren und niemals sicheren Folgeverträgen besteht. Gegen dieses Monstrum sieht Smaug beinah harmlos aus.
Gerade heute herrscht zwischen mir und meinen Drachen aber vorübergehend Waffenstillstand. Ich bekam nämlich kürzlich eine fast unglaubliche Nachricht, über die ich mich wahnsinnig freue:
Mir wurde vom Landkreis Lüneburg der Kulturförderpreis 2016 in der Sparte Literatur anerkannt. Die Verleihung findet im September statt.
Da schweigen Ablenkung, Selbstzweifel und Existenzangst für eine Weile. Einfach toll. Danke an alle, die mitentschieden haben!

Das Wappen des Landkreises Lüneburg zeigt übrigens keinen Drachen, sondern einen Löwen, und zwar den der Welfen. Wie schön, dass der Roman, dessen Manuskript ich zur Zeit überarbeite, am Hofe eines welfischen Herzogs spielt.

Wappen des Landkreises Lüneburg

Freitag, 15. April 2016

Ausflug zur herzoglichen Residenz

Die Ziellinie für die Rohfassung meines neuen Romans ist in Sicht, und kürzlich erfuhr ich, dass im Lübbe Verlag auch schon die betreffende Programmplanung anläuft. Wahrscheinlich gibt es also bald konkrete Neuigkeiten zu Titel, Klappentext, Cover und Erscheinungstermin. Bin schon sehr gespannt.
Heute habe ich den Tag mit unserem wöchentlichen Großeinkauf gestartet und bin seit dem Verstauen der angeschleppten Vorräte nicht so recht ins Schreiben hineingekommen. Dafür habe ich noch ein Bild mit Eindrücken von dem Recherche-Ausflug zusammengestellt, den ich im Dezember für diesen Roman gemacht habe.
Schönes Wochenende!


Freitag, 8. April 2016

600 Jahre später ...

Ein Zeitsprung von gut 600 Jahren liegt zwischen meinem zuletzt erschienenen Roman "Herrin des Nordens" und meinem derzeitigen Romanprojekt, von dem der größte Teil nun auch schon wieder geschafft ist.
Das siebzehnte Jahrhundert hat für die Recherche weit mehr schöne Bilder zu bieten als das elfte, so viel ist klar. Wie ich es liebe, in alten Gemälden zu stöbern und zu schwelgen!
Ein guter Grund, heute mal einen kleinen Eindruck davon mit Euch zu teilen und Euch damit ein schönes Wochenende zu wünschen.



Dienstag, 29. März 2016

Das Sachbuch ist verlost

Der Würfel ist gefallen und hat die Sachbuchgewinnerin gefunden.



Donnerstag, 24. März 2016

Herrin des Nordens in der Taufkapelle

In "Herrin des Nordens" geht es unter anderem auch um den Konflikt zwischen dem sich ausbreitenden Christentum und dem zurückgedrängten "Heidentum". Für eine Lesung aus diesem Roman war die Taufkapelle der Leipziger Peterskirche ein Ort, der auf eine leicht ironische Art besonders gut passte. Abgesehen davon ist die Kapelle immer ein wunderschöner Rahmen für solche Veranstaltungen.

Hier sind einige Bilder von der Lesung, die Manuela Braun vom Goldmann Verlag netterweise zur Verfügung gestellt hat.




Von außen sieht die Peterskirche übrigens so aus:

Bild aus der Wikipedia

http://www.martha-sophie-marcus.de/manuskript.html


https://shop.autorenwelt.de/search?q=Martha+Sophie+Marcus*






Sachbuchverlosung für Leserundenteilnehmer

Noch bis Ostermontag haben die Teilnehmer meiner Leserunden zu "Herrin des Nordens", die Möglichkeit, mir eine Email oder PN im entsprechenden Forum zukommen zu lassen und damit an der Verlosung eines Exemplars von "Wikinger selbst erleben" teilzunehmen.

Wenn Ihr also Interesse daran habt, Euer Wissen über die Wikingerzeit noch etwas zu erweitern, schickt mir eine Nachricht. Ich verlose das Buch am Dienstag, den 29.03.2016.


Samstag, 19. März 2016

Zurück aus Leipzig

Nachts um eins kam ich heute wieder am Lüneburger Bahnhof an, dankbar für unzählige Begegnungen mit freundlichen und interessanten Menschen auf der Leipziger Buchmesse.
Obwohl Sabrina Qunaj zu ihrem und unserem Kummer kurzfristig nicht kommen konnte, hatten wir einen schönen Lesungsabend. Fotos aus der Taufkapelle fehlen mir leider noch, aber hier kommt eins extra für Sabrina: So toll wurden unsere Bücher und die Veranstaltung am Goldmann-Stand präsentiert.

"Ritter der Könige" von Sabrina Qunaj ...

"Das Pestdorf" und "Herrin des Nordens"

Goldmann-Veranstaltungen, Ausschnitt aus dem Plakat
Auch das Bloggertreffen am Freitag war eine schöne Erfahrung. Wunderbar, wenn man so viele Leute, die man bisher nur aus der Ferne kannte, mal persönlich trifft.

www.buchfreaks.blogspot.de

www.lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Zuckersüßes Katzenpärchen


Autorenweltshop


Donnerstag, 3. März 2016

Die kleinen Freuden der Schriftstellerin



Beinah gehört sie nicht mehr zu den kleinen, sondern schon zu den mittelgroßen Freuden in meinem Leben, und sie kehrt jedes Jahr wieder: die Freude, nach zwei Tagen mit stark erhöhtem Schokoladenkonsum endlich meine Buchhaltung, die Umsatzsteuererklärung und die Einkommenssteuererklärung fertig zu haben. Nur noch abschicken, dann ist der jährliche Kampf mit ELSTER gewonnen. Die Restschokolade wird natürlich trotzdem noch vertilgt - als Belohnung. ;-)
Übrigens benutze ich für meine Buchhaltung/die Einnahmenüberschussrechnung das kostenlose Programm JES, die handlichste Hilfestellung, die ich bisher zu diesem Thema entdeckt habe.

Ein ganzes Heer kleiner Freuden sind für mich zur Zeit die Rezensionen zu "Herrin des Nordens", die allmählich im Internet sichtbar werden und mir zeigen, dass der Roman im Großen und Ganzen so aufgenommen wird, wie ich es mir gewünscht hatte.
Auch die Mitlesenden der beiden Leserunden ziehen nun nach und nach ihr Fazit. Finden könnt Ihr ihre Rezensionen über diese Links:
Leserunden.de
Lovelybooks

Eine weitere Freude ist die Vorfreude auf die Leipziger Buchmesse, wo wir am Donnerstag, den 17.03. um 19 Uhr zu dritt in der Taufkapelle der Peterskirche unsere jüngsten historischen Romane vorstellen dürfen. Am Freitag werde ich durch die Messehallen stromern, und nachmittags auf jeden Fall irgendwann am Goldmann Stand zu finden sein. Genaueres teile ich noch mit.

Und nun versuche ich, aus der Welt der Zahlen in die der Wörter und Fantasie zurückzukehren. Ein Glück, dass auf dem Weg dahin noch die Restschokolade wartet.

Freitag, 12. Februar 2016

Leserunden und Buchverlosung "Herrin des Nordens"

Inzwischen sind sowohl bei Leserunden.de als auch bei Lovelybooks die Gewinner der Freiexemplare ausgelost. Die Runde bei Leserunden.de startet heute; bei Lovelybooks geht es los, wenn alle Gewinner ihre Bücher erhalten haben.

Allen Gewinnern wünsche ich viel Freude an ihrem Buch und winke ihnen schon mal in Vorfreude auf die Leserunde zu. Schön, dass Ihr dabei seid, Euer Interesse freut mich sehr!
Wer bei der Verlosung nicht unter den Glücklichen war, aber weiterhin Lust auf die Leserunde hat und mit einem eigenen Buchexemplar teilnimmt, der könnte am Ende vielleicht trotzdem noch etwas gewinnen. Denn nach Abschluss der Leserunden für »Herrin des Nordens« verlose ich unter allen interessierten Teilnehmern ein schönes Buch aus meiner Recherchebibliothek: »Wikinger selbst erleben! Kleidung, Schmuck und Speisen selbst gemacht und ausprobiert.« von Christoph Lauwigi. Näheres gebe ich in bekannt, wenn die Leserunden sich dem Ende zuneigen.
Herzliche Grüße,
Martha


Freitag, 22. Januar 2016

"Herrin des Nordens", signiert



Gerade habe ich von einer netten Mitarbeiterin des Autorenwelt-Shops erfahren, dass das Paket mit meinen signierten Büchern dort angekommen ist. Wer also gern ein signiertes Exemplar von »Herrin des Nordens« oder »Die Bogenschützin« hätte, kann es nun dort bestellen.
Für alle, die jetzt zum ersten Mal vom Autorenwelt-Shop hören: Wenn Ihr dort Bücher kauft, tut Ihr den Autoren einen doppelten Gefallen, denn sie erhalten bei Verkäufen über diesen Shop eine zusätzliche Beteiligung am Verkaufspreis. Für Euch kostet das nichts extra, und der Versand ist ebenfalls frei..
Für diejenigen, die sich den Shop anfangs schon einmal angesehen haben, lohnt sich die Rückkehr, denn das Angebot ist gewaltig gewachsen.

Link zum Shop: Herrin des Norden, handsigniert

Link zum Shop: Die Bogenschützin, handsigniert

Donnerstag, 14. Januar 2016

Da ist es endlich

Meine Belegexemplare sind da! Und ab Montag müsste "Herrin des Nordens" überall im Buchhandel erhältlich sein. Ich freu mich.





Montag, 11. Januar 2016

Landeszeitung Lüneburg

Noch eine Woche bis zum offiziellen Erscheinungstermin! Die Landeszeitung für die Lüneburger Heide hat am Freitag schon einen Beitrag zu "Herrin des Nordens" gebracht, über den ich mich sehr freue. Besonders auch über die schönen Fotos von Redakteur Frank Füllgrabe.




Mittwoch, 30. Dezember 2015

Über Fairness und die Welt der Bücher


Kürzlich durfte ich mir die Brainstorming-Flipcharts ansehen, die bei einem Treffen des Autorenwelt-Teams mit einigen Autoren entstanden sind. Bei der dokumentierten Diskussion ging es vor allem um die Idee des Autorenwelt-Shops.
Dieser neue Online-Büchershop wurde mit der Zielsetzung entwickelt, die Kosten für den Betrieb und die damit verbundene Arbeit gering zu halten und es dadurch zu ermöglichen, den Autoren einen etwas höheren Anteil am Erlös ihrer Bücher auszuzahlen. Meiner Ansicht nach eine großartige Initiative und eine Geste, die mir guttut. Denn gerade die gegenwärtigen Entwicklungen und Diskussionen in der Buchvermarktungswelt haben mir immer wieder das Gefühl gegeben, dass es Viele kaum interessiert, ob der einzelne Autor seine Arbeit fortführen kann oder nicht.

Nachdem ich gesichtet hatte, wie die Meinungslage auf dem besagten Treffen war, habe ich allerdings wieder einmal festgestellt, dass wir Autoren ein ausgeprägt heterogenes Volk sind. Wir arbeiten unter individuellen Bedingungen, haben verschiedene Ziele und erzeugen eine Vielzahl von Genres, Textformen und Stilen für unterschiedliches Publikum. Es wundert mich nicht, dass wir voneinander abweichende Auffassungen von unserer Arbeit haben. Dass einige von uns allerdings so stark davor zurückschrecken, öffentlich auf das Problem der Entlohnung hinzuweisen, bedrückt mich.
Natürlich werden wir »politisch« und nennen implizit andere Händler unfair, wenn wir den Autorenwelt-Shop »fair« nennen. Gerade die Diskussion, die damit angestoßen wird, brauchen wir Autoren aber jetzt. Denn immerhin gibt es in unserem Land eine Art gesellschaftliche Übereinkunft, dass jemand, der einen Beruf in Vollzeit ausübt, davon auch leben können sollte. Und das ist für immer weniger Autoren möglich.

Was bedeutet »faire Entlohnung« für Romanautoren?

Um sinnvoll über das Thema »faire Entlohnung« sprechen zu können, muss man klären, wie man unseren Beruf definiert. Wer ist »Berufsautor« und darf den Anspruch haben, von seiner Arbeit leben zu wollen? Das ist nicht so einfach zu beantworten. Denn die Ernsthaftigkeit, mit der ich als Autorin arbeite, hat nicht unbedingt etwas mit meinem kommerziellen Erfolg zu tun. Der kommerzielle Erfolg wiederum entscheidet aber, ob es überhaupt realistisch ist, ein ausreichendes Einkommen zu erwarten.

Ich selbst lebe seit fünf Jahren von den Vorschusshonoraren, die mein Agent mit den jeweiligen Verlagen aushandelt. Ich argumentiere aus der Perspektive einer Verlagsautorin, die populäre Unterhaltung mit dem Anspruch schreibt, ein möglichst großes Publikum zu erreichen. An einem rund 500 Seiten starken historischen Roman arbeite ich inklusive Recherche ein Jahr in 40-Stunden-Wochen. Für diese Art Roman gibt es eine Menge Regeln, die ich mir immer wieder neu, an meinen Lesern, am Markt und an den Wünschen des Verlags orientiert, professionell erarbeiten muss. Und es gibt unmissverständliche Deadlines für die Abgabe des Manuskripts. Ich kann beim Schreiben also nicht immer meinen Launen folgen oder Kunst um der Kunst willen schaffen, die möglicherweise wirklich über das Schachern um Prozente erhaben sein sollte. Ein literarisch experimentierender Künstler, der sich bewusst nicht am Markt orientiert, sollte rein moralisch betrachtet selbstverständlich auch leben können, darf aber nicht erwarten, dass der Markt ihm sein Einkommen einbringt. Für diese Künstlerin oder diesen Künstler müssen andere Mechanismen greifen, wie Stipendien, Fördertöpfe oder anständig dotierte Kulturpreise.
Auch Schreibende, die sich bewusst an eine besonders kleine Zielgruppe mit speziellen Bedürfnissen wenden, müssen akzeptieren, dass »der Markt« kein Garant für ein ausreichendes Einkommen darstellt. Doch für die Berufsautoren, die ihre Romane bewusst so gestalten, dass sie viele Menschen ansprechen, sieht die Lage anders aus.
(Bevor nun jemand die bildungssnobistische Bewertungskeule schwingt und solcher »Mainstream-Literatur« die Existenzberechtigung abspricht: Shakespeare, Goethe, Twain, Agatha Christie, Jane Austen und Astrid Lindgren wussten ausgezeichnet, wie man so schreibt, dass man möglichst viele Menschen erreicht.)

Gehen wir also davon aus, dass ich mich im obigen Sinn als Berufsautorin betrachte. Bevor ich mich beschwere, weil ich von meiner Arbeit nicht sorgenfrei leben kann und den Grund in einer unfairen Beteiligung am Erlös meiner Bücher suche, muss ich mich natürlich der unangenehmen Frage stellen, ob mein »Produkt« (meine Schreibe, meine Ideen, meine Vermarktung) nicht gut (populär) genug ist, um ausreichend Käufer zu finden. Wieder eine schwierige Frage. Wie viele meiner Romanexemplare müssen in einem Jahr Käufer finden, damit ich meinen Stil und meine »Ware Roman« als ausreichend attraktiv betrachten darf? Müssen es 100.000 sein? Reichen 10.000? Wer bestimmt, wann ein Buch ein »Flop« ist?
Anders betrachtet: Das typische Taschenbuch kostet heute € 9,- oder € 10,-. (Ein Preis, auf den ich keinen Einfluss habe, weil der Verlag ihn festlegt.) Ich bekomme laut Verlagsvertrag branchenübliche 5-6% vom Nettoladenpreis, also € 0,42 bis 0,56 pro Exemplar.
Um über diese Tantiemen ein Bruttojahreseinkommen von € 15.000 zu erreichen, müssen 26.800 bis 35.700 Bücher im Jahr verkauft werden. Das ist eine recht hohe Anzahl von Büchern für ein sehr niedriges Nettoeinkommen. Ich bitte, hierbei zu bedenken, dass der deutsche Buchmarkt rein zahlenmäßig viel engere Grenzen hat als z.B. der englischsprachige. Und bei aller Liebe zum leicht zugänglichen Schreiben: Bücher, die populäre Renner werden, sind aus guten Gründen rar. Für solche Bestseller muss ein gutes Manuskript auf viele glückliche Umstände gestoßen sein. Der richtige Zeitpunkt, Zufall und gelungene, groß angelegte Vermarktung spielen dabei eine wichtige Rolle – Faktoren, auf die Verlagsautoren kaum Einfluss haben.

Ohne an dieser Stelle weiter auf die komplexen Kostenfaktoren der Buchherstellung einzugehen, mache ich folgendes Gedankenexperiment: Ich lege willkürlich fest, dass ich es bei einem 500-Seiten-Buch für fair hielte, wenn der Autor pro verkauftes Buch brutto einen Euro erhielte. € 1,- für ein Exemplar des Werks, in dem ein Jahr Lebenszeit steckt. Das klingt meiner Ansicht nach nicht nach unbescheidener Gier. Unter diesen Bedingungen müssten sich nur noch 15.000 Bücher verkaufen, damit sie oder er von den Tantiemen sparsam leben könnte. Eine Situation, mit der ein viel größerer Teil aller Autoren vermutlich schon ohne Dauersorgen zurechtkäme.
Um auf diesen einen Euro zu kommen, müssten bei einem Buch für € 10,- entweder die anderen Beteiligten des Systems der Buchherstellung- und -vermarktung auf etwa 50 Cent pro Buch verzichten. Oder das 10-Euro-Buch müsste um diese 50 Cent teurer werden, die dann allerdings komplett den Autoren zugutekommen müssten. Oder eine Mischung aus beidem.

Der Autorenwelt-Shop

Dem Team vom Autorenwelt-Shop gelingt es, auf einen Teil der Marge zu verzichten, die der Buchhandel für gewöhnlich erhält. Natürlich wird das vielen Buchhändlern nicht möglich sein. Vielleicht ist es niemandem in der Kette der Herstellung und Vermarktung möglich, auch nur auf einen einzigen Cent zu verzichten. (Vielleicht gibt es in dem ganzen System überhaupt keine wohlhabenden Menschen, die sorglos leben? Echt jetzt?) In diesem Fall allerdings muss klar gesagt werden: Wenn in diesem Geschäft niemand mehr Gewinn macht und alle nur noch um ihre schiere Existenz fürchten, weist das wohl darauf hin, dass wir unser »Produkt« schon seit vielen Jahren unter Wert verkaufen. Es wäre dann unerklärlich, dass ein 700-Seiten-Buch, an dem ich eineinhalb Jahre gearbeitet habe, nur € 9,99 kostet – ein Preis, für den man vielerorts schon keine Kinokarte mehr bekommt und den so mancher Schreibwarenladen für ein schickes, leeres Notizbuch ansetzt.
 Ich glaube daran, dass unsere Leserinnen und Leser das Lesen genug lieben, um den wahren Wert eines Buchs anzuerkennen, wenn man sie friedfertig und deutlich darüber aufklärt. Ich glaube, dass sie die Idee mögen werden, den Autoren ihre Wertschätzung mitzuteilen, indem sie sich für den Fairtrade-Gedanken entscheiden. Der Autorenwelt-Shop macht es ihnen leicht, weil er ihren Geldbeutel nicht zusätzlich belastet. Tatsächlich bin ich aber überzeugt, dass sie auch einen etwas höheren Preis für Bücher zahlen würden, wenn sie sicher sein könnten, damit den von ihnen geschätzten Autoren das Weiterschreiben zu ermöglichen.
Als Bittstellerin oder Bettlerin empfinde ich mich nicht, wenn ich Leserinnen und Leser auf die nicht ganz fairen gegenwärtigen Umstände und den neuen Shop hinweise.


Zum Schluss noch ein paar Erklärungen für alle, die sich fragen:

1.    Warum machen Autoren Verträge mit Verlagen, wenn sie von denen so niedrig beteiligt werden?

Ein guter Verlag bündelt das Knowhow und das Werkzeug, das nötig ist, um aus dem Manuskript des Autors ein Papierbuch zu machen und es in den Handel zu bringen. Da gibt es Lektor*innen, die beim Feinschliff des Textes helfen, Gestalter, die Cover, Seitenlayout und evtl. Werbematerial anfertigen, Leute, die mit der Druckerei die besten Bedingungen aushandeln, Vertriebsleute, die mit den Buchhandlungen in Kontakt stehen, und Presseleute, die sich darum bemühen, Aufmerksamkeit für das Buch zu gewinnen. Natürlich kann der Autor einen Teil dieser Dinge auch selbst tun oder sich Fachleute dafür auf dem freien Markt suchen. Das kostet aber Zeit, die er/sie von der Schreibzeit abzweigen muss. Spätestens an der Aufgabe, das fertige Papierbuch überregional im stationären Buchhandel sichtbar zu machen, scheitern zudem die meisten Selbstverleger. Im Gegensatz zum E-Book lassen sich selbstverlegte Papierbücher bisher auch nur zu hohen Ladenpreisen so verkaufen, dass ein Gewinn übrigbleibt. (Weil kein einzelner Autor so preisgünstige Bedingungen mit den Herstellern aushandeln kann wie ein Verlag.) Außerdem kommt noch etwas extrem Wichtiges hinzu: Das Wort »Verleger« kommt von »Vorlegen«. Ein guter Verlag lässt sich auf das Risiko ein, alle an der Herstellung Beteiligten zu bezahlen, bevor das Buch etwas erwirtschaftet. Auch den Autor. Der/die bekommt nämlich in der Regel einen Vorschuss auf sein Honorar. Auf diesen Vorschuss sind viele Autoren angewiesen, um überhaupt am nächsten Buch arbeiten zu können.

2.    Warum haben nicht einfach alle Autoren einen »Brotjob«, der sie ernährt, und schreiben nebenbei ihre Romane?

Müsste ich mir einen »Brotjob« suchen, würde ich zumindest keine Verträge mit Verlagen mehr abschließen. Kraft und Zeit würden für beides nicht ausreichen. Möglicherweise würde ich überhaupt keine Romane mehr schreiben, je nachdem, wie viel mein »Brotjob« mir abverlangen würde. Ich habe nämlich auch noch eine Familie und wünsche mir wie jeder andere ein klein wenig freie Zeit zum Durchatmen. Manche Autoren haben Glück mit ihrem »Brotjob« und können ihn mit dem Schreiben gut vereinbaren, andere verzichten heldenmütig, aber auch ziemlich selbstausbeuterisch immer wieder darauf, anderen wichtigen Aspekten des Lebens Zeit zu widmen. (Gerade für Autoren, die das Leben kennen sollten, über das sie ja schreiben wollen, eine gefährliche Sache.) Ich für meinen Teil sehe, dass man Leuten, die in anderen schlecht bezahlten Berufen arbeiten, diese Frage in Deutschland so (zum Glück) nicht stellen würde, gleichgültig, wie sehr sie ihre Arbeit lieben und sie vielleicht auch um ihrer selbst willen tun würden. Wer würde es wagen, eine Erzieherin zu fragen, warum sie nicht für ihr »Brot« nachts in einer Strumpfhosenfabrik arbeitet und nebenbei tagsüber stundenweise im Kindergarten?


P. S. Verzeiht das Kuddelmuddel in meinem mehr oder weniger geschlechterbewussten Sprachgebrauch.

Meine Bücher im Autorenwelt-Shop

Montag, 21. Dezember 2015

Feiertage

Allen, die in den nächsten Tagen weniger oder gar nicht im Netz unterwegs sein werden, wünsche ich jetzt schon mal eine schöne Zeit!


Donnerstag, 10. Dezember 2015

Fair Trade für Bücher: Der Autorenwelt-Shop


Auch viele Leser wissen es längst: Die meisten deutschen Autoren kämpfen um ihre Existenz.
Wenn Ihr für ein Buch € 10,- bezahlt, bekommen wir Verlagsautoren davon 45 bis höchstens (und selten) 90 Cent. Das ist unser Bruttolohn. Von diesem Anteil müssen wir Steuern, Sozial- und Krankenversicherungsbeiträge und die Unkosten unserer Arbeit bezahlen. Und natürlich den ganzen anderen Kram, den man so zum Leben braucht. Es gibt nur wenige Autoren, deren Bücher so oft verkauft werden, dass sie bei den derzeitigen Buchpreisen von diesem kleinen Anteil sorgenfrei leben und langfristig weiter schreiben können.

Statt nur zu jammern, hat das Team der Online-Plattform »Autorenwelt« nun eine gute Idee umgesetzt: Den Autorenwelt-Shop. Wer hier online Bücher bestellt, bezahlt nicht mehr als anderswo und bekommt sie kostenfrei zugesandt, sorgt aber dafür, dass der Autor/die Autorin 7% vom Kaufpreis zusätzlich erhält. Noch ist das Angebot lückenhaft, doch es wird wachsen. Meine Bücher und die vieler anderer spannender Autoren gibt es schon. Geht doch mal stöbern! Vielleicht könnt Ihr damit noch schnell sowohl Euren Lieben als auch dem einen oder anderen Autor eine Weihnachtsfreude bereiten!

Info zum Autorenwelt-Shop

Meine Bücher im Autorenwelt-Shop

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Leserunde


Alle weiteren Informationen findet ihr hier:
Leserunde zu "Herrin des Nordens".

Am Ende der Runde verlose ich als kleines Extra das Sachbuch "Wikinger selbst erleben" von Christoph Lauwigi.


Freitag, 4. Dezember 2015

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Was war eigentlich so spannend an Haithabu?


Eine Menge Informationen über Haithabu bietet dieser etwas ältere Beitrag von Deutschlandradio Kultur:

Am äußersten Ende des Weltmeeres


 

Montag, 30. November 2015

Historische Recherche für die Zukunft

Am Wochenende ergab sich ein kleiner Rechercheausflug, der zwar nicht meinem aktuellen Projekt dient, dafür aber einem zukünftigen. Worum es dabei genau geht, verrate ich nicht. Aber wer mag, darf bilderrätseln.


Freitag, 20. November 2015

Rückblick und Ausblick

Neues von Marthas Schreibtisch

Nachdem ich in der ersten Jahreshälfte 2015 unter Hochdruck an »Herrin des Nordens« gearbeitet und mich kaum vom Schreibtisch wegbewegt habe, war der Sommer von der Frage bestimmt, wie es nach diesem Roman für mich weitergeht.

»Herrin des Nordens« war bisher von all meinen Romanen die größte Herausforderung, ist aber am Ende genau das geworden, was ich wollte: Die wahre Geschichte des Untergangs der berühmten Wikingerstadt Haithabu Mitte des 11. Jahrhunderts, erzählt anhand des fiktiven Schicksals zweier starker junger Menschen und ihrer Beziehung zueinander. Ein dicker Schmöker ist daraus geworden, in dem eine enorme Menge Recherchearbeit steckt, und der hoffentlich Fans der Wikingerzeit ebenso Freude machen wird, wie denen von Euch, die am liebsten historische Romane lesen, in denen eine interessante Frau die Hauptrolle spielt.

Eigentlich hätte ich mich nun als Nächstes gern mal wieder der Gegenwart gewidmet und einen zweiten Frauenroman wie "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" geschrieben. An Ideen mangelt es mir dafür nicht, sogar Exposés gibt es schon. Doch der Verlag rief nach mehr historischem Lesestoff – und zwar dalli. Daher stürzte ich mich fieberhaft in die Themenfindung und Ideenentwicklung. Neues Material zu historischen Epochen und Sachverhalten türmte sich auf meinem Zweitschreibtisch zwischen alle den Büchern zu aktuellen Themen, für die ich in den vergangenen zwei Jahren kaum Zeit gehabt hatte. Aus der so angerührten kreativen Ursuppe entstanden am Ende mehrere Exposés für ganz unterschiedliche historische Romane, die ich allesamt irgendwann umsetzen möchte.

Dann allerdings folgten Verhandlungen mit meinem bisherigen Verlag, die mir deutlich machten, dass unsere Vorstellungen von der Fortsetzung meiner Arbeit nicht mehr so recht zusammenpassten. Deshalb habe ich den Schritt ins Ungewisse gewagt und darf mich nun darüber freuen, dass sich auch andere Verlage für meine Ideen interessierten. Seit gut einem Monat habe ich die Gewissheit, für den historischen Roman, mit dem ich am liebsten weitermachen wollte, ein gutes neues »Dach« gefunden zu haben.
Mit dieser Geschichte, an der ich schon intensiv arbeite, kehre ich ins Norddeutschland des 17. Jahrhunderts zurück, in dem auch »Herrin wider Willen« und »Salz und Asche« spielten. Allerdings wird die junge Abenteurerin, um die es dieses Mal geht, sich an einem herzöglichen Hof behaupten müssen und das Leben der Adligen aus nächster Nähe miterleben.

Grundlagen fürs neue Projekt

Montag, 12. Oktober 2015

Gemütliche Lesung in Kovahl

Am Freitag, den 16.10.2015, ab 19 Uhr lese ich im Rahmen einer feinen kleinen Veranstaltung im wendländischen Kovahl aus "Kaffeeklatsch mit Goldfisch". Außerdem liest Iris Weitkamp aus ihren Werken, und das "Duo Fabulo" unterhält musikalisch. Auf Eintrittsgeld verzichten wir, dafür geht die "Hutkasse" herum. Ihr seid herzlich willkommen!
Anschrift: Am Schulhof 4, 21369 Nahrendorf, Telefon: 05855 / 97 81 88. Näheres erfahrt Ihr auf der Seite von "Wörterbunt".



Kaffeeklatsch mit Goldfisch
Starke Frauen im Hochwassereinsatz
Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit und ihre Familie. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und ihr Mann scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht: Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ...
304 Seiten, Goldmann Verlag, 2015
ISBN 978-3442481057