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Neuigkeiten rund um meine Romane und Antworten auf Fragen, die mir häufig gestellt werden.
Sonntag, 1. Oktober 2017
Fragen an Martha, Nr. 7
Die Persönlichkeit der Figuren entwickelt sich zum Teil schon während ich den Roman plane. Wobei sich das Plotten des Handlungsverlaufs und die Entwicklung der Figuren bei mir nicht voneinander trennen lassen, sondern ineinandergreifen. Beides beeinflusst sich gegenseitig. Manchmal sehe ich Personen schon deutlich vor mir, bevor ich anfange zu schreiben. (Bei Alessa und Arthur war das so.) Vollständig und endgültig lege ich vor dem Schreiben aber weder Charaktere noch Handlung fest. Es wäre zu komplex, von so vielen Figuren schon über die ganze Spanne des Romans im Voraus wissen zu müssen, welche emotionalen Reaktionen und Verhaltensweisen sie in welcher Situation zeigen werden. Ich müsste mir dann so viele Notizen machen, dass sie die Textmasse des eigentlichen Romans möglicherweise übertreffen würden. Wenn ich während des Entstehens der ersten Manuskriptfassung herausgefunden habe, wer eine Person ganz genau ist, verstärke ich bei den Überarbeitungsdurchgängen die Charakterisierung.
Da ich zwar schon viel über die frühe Neuzeit wusste, aber noch keinen Roman geschrieben hatte, der im höfischen Milieu des Barock spielt, musste ich eine Menge neues Material sammeln. Zeitweise stapelten sich an die dreißig Bücher über Fürstenhöfe, Biographien, Theatergeschichte, die Erziehung junger Adliger, allgemeine Kulturgeschichte und Stadtgeschichte auf meinem zweiten Schreibtisch. Ich habe mich ausgiebig mit dem Herzoghaus Braunschweig-Lüneburg und seinen Mitgliedern befasst und auch beim Schreiben immer wieder nachgeschlagen, um den fiktive Handlungsrahmen ohne sichtbare Nähte in die historischen Tatsachen einzupassen. Der Vorteil dieser umfassenden Recherche war, dass ich gleich Anregungen und Wissen für den nächsten Roman gefunden habe, der inzwischen schon fertig geschrieben ist und ebenfalls bei Lübbe erscheinen wird. Und gerade habe ich eine neue Romanidee ausgearbeitet, mit der ich auch noch ungefähr in der gleichen Zeit bleibe.
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Freitag, 29. September 2017
Fragen an Martha, Nr. 6
Bei einem historischen Roman sehe ich mir die Liste der historischen Persönlichkeiten an, die in der Geschichte auftreten oder erwähnt werden. Da ihre Namen feststehen, scheiden sie für die fiktiven Personen aus. (Ein Jammer, sonst hätte ich vielleicht eine andere der Frauen Zenobia genannt.) Auch zu große Ähnlichkeit im Klang oder im Schriftbild vermeide ich nach Möglichkeit.
Das nächste wichtige Kriterium ist, die historische Gebräuchlichkeit. Um Namen zu finden, die man damals schon verwendet hat, mache ich mir schon bei der Recherche Notizen und schreibe Namen von historischen Personen auf, (die erst mal nichts mit dem Roman zu tun haben.) Ein Namenslexikon ist natürlich auch nützlich.
Außerdem versuche ich, für die Hauptpersonen eher unkomplizierte Namen zu wählen, an denen man beim Lesen nicht hängen bleibt.
Dass der Name am Ende zur Figur passen muss, ist natürlich klar. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass das subjektiv empfunden wird. Was mir als passender Name erscheint, findet eine Leserin vielleicht eher befremdlich.
Fragen an Martha, Nr. 5
😨 Oh ja, ich bin nervös. Aber das bin ich in den Wochen nach dem Erscheinungstermin sowieso, da beuteln mich jedes Mal die gleichen Fragen. Wird das Buch wahrgenommen und von den richtigen Leserinnen und Lesern gefunden? Funktioniert die Geschichte? Findet das Thema/die Epoche zurzeit genug Interesse? Oder haben ich und mein Agent und die Lektorinnen und die Testleserinnen sich dieses Mal alle schrecklich geirrt? Ist es dieses Mal der Roman geworden, den niemand mag? Habe ich trotz aller Sorgfalt blöde Fehler eingebaut, an denen sich alle furchtbar reiben werden? Finden sich überhaupt genug Interessenten für eine Leserunde?
Was die Leserundenteilnehmer/innen angeht, mache ich mir allerdings wenig Sorgen, weil ich noch nie ernsthaft üble Erfahrungen gemacht habe. Die meisten Menschen, denen ich auf diese Art über das Internet begegnet bin, waren in der Lage, sich auch dann freundlich und sachlich zu äußern, wenn ihnen mal etwas nicht gefiel. Tatsächlich interessieren mich alle Anmerkungen zu meinen Romanen. Leserunden sind immer noch die beste Gelegenheit, um direkt von meinen Leserinnen/Lesern zu lernen, wie die Worte wirken, die ich wähle. In den Missverständnissen liegen auch die meisten Überraschungen für mich. Eindeutiges Schreiben ist wirklich eine hohe Kunst, an der ich immer weiter arbeiten muss.
Ach ja, der Vergleich zu den Lesungen: Bei einer Lesung kennen viele Teilnehmer das Buch ja noch gar nicht und lernen bei der Veranstaltung auch nur einen kleinen Teil davon kennen. Daher werden meistens nur ganz allgemeine Fragen gestellt. Das ist für mich eine ganz andere Situation.
Donnerstag, 28. September 2017
Fragen an Martha, Nr. 4
😁 LOL. Ja, damals stand so einige auf dem Tisch, was wir heute wohl nicht mehr so lecker fänden. Ich sehe mir alte Kochbücher an, um Gerichte auszusuchen, die aufgetragen worden sein könnten. Manchmal gibt es auch in alten Berichten von höfischen Feierlichkeiten Auflistungen der Köstlichkeiten, die serviert wurden. Das Aal-Rezept habe ich ungefähr so in einem Kochbuch von 1598 gefunden (»Ein köstlich new Kochbuch« von Anna Wecker).
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Fragen an Martha, Nr. 3
Früher habe ich nur grob geplant und mit dem Schreiben angefangen, wenn ich den Anfang und das Ende wusste und eine vage Vorstellung von der Mitte hatte. Das hat Spaß gemacht und für jede Menge Überraschungen für mich selbst gesorgt, aber extrem viel Zeit bei den Überarbeitungen gekostet.
Mittlerweile nehme ich mir mehr Zeit für die Planung im Vorfeld und schreibe eine Outline, die schon recht genau den Handlungsverlauf und dazu passende Szenenideen enthält. (Das brauche ich auch für das Exposé, das der Verlag bekommt, um zu entscheiden, ob er den Roman verlegen will.)
Das klingt nun, als könnte ich anschließend den Roman fix herunterschreiben. Aber so ist es dann doch nicht, denn hier kommen die Überraschungen ins Spiel. Die Entwicklung der Figuren schon vor dem Schreibbeginn genau festzulegen, kann und mag ich nämlich nicht. Ich entdecke beim Schreiben, wie die Figuren sich entwickeln, wie sie von ihren Erlebnissen oder voneinander beeinflusst und verändert werden. Erst wenn ich weiß, wie es allen Figur in einer Szene emotional gerade geht, kann ich entscheiden, ob die Handlung wirklich so ablaufen kann, wie ich sie mir ganz zu Anfang vorgestellt hatte. Wenn ich etwas verändere, zieht das natürlich weitere Änderungen nach sich. Manchmal bringt mir auch die Recherche, die ich während des Schreibens weiterführe, eine neue Idee oder die Erkenntnis, dass ich mich in einer Sache geirrt habe. Dann baue ich die Handlung ebenfalls um.
Wenn ich die Handlung und Figurenentwicklung wirklich schon vor dem Schreiben ganz genau aufgezeichnet hätte, würde ich mich beim Schreiben langweilen.
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Mittwoch, 27. September 2017
Fragen an Martha, Nr. 2

Als ich für meinen Roman »Das Gold der Mühle« recherchierte, der während eines Erbfolgekriegs im Lüneburger Land des 14. Jahrhunderts spielt, habe ich mich mit dem Herzogshaus Braunschweig-Lüneburg beschäftigt. Dabei bin ich auf eine Angehörige dieses Hauses mit einem sehr tragischen Schicksal gestoßen: Sophie Dorothea, die sogenannte »Prinzessin von Ahlden«. Ihre Geschichte wurde schon oft erzählt und verarbeitet, aber mich interessierten besonders ihr Umfeld und ihre Herkunft. So stieß ich auf ihren Vater Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg bzw. Celle, und stellte fest, dass sein Leben auch schon spannend war. Seine Leidenschaft für Venedig, seine Geliebte Zenobia und ihren gemeinsamen Sohn Lucas gab es wirklich. Das setzte meine Phantasie in Bewegung.
Fragen an Martha, Nr. 1
Auf eine Reise nach Venedig musste ich leider verzichten. So ein teurer Rechercheausflug hätte sich für mich nur gerechtfertigt, wenn der Anteil des Romans, der tatsächlich dort spielt, größer gewesen wäre. Aber gerade Venedig ist eine von anderen so viel bereiste Stadt, dass es unendlich viel grandioses Recherchematerial gibt. Ich habe also einen Stapel von aktuellen Reiseführern, Zeitschriften, historischen Reiseberichten und Büchern über Venedig und seine besondere Beziehung zum deutschen Adel des 17. bis 19. Jahrhunderts gelesen, habe Filme gesehen, Fotos, Gemälde und Karten unter die Lupe genommen und mit Verwandten gesprochen, die schon in Venedig waren. Bis ich die historische Stadt so vor Augen hatte, dass ich mich und die Romanfiguren gedanklich darin bewegen konnte.
In Celle habe ich mich in den 1990er Jahren oft aufgehalten, deshalb hatte ich schon einen Eindruck von der Stadt und einigermaßen Überblick. Zusätzlich habe ich dann noch einmal das Schloss und das Residenzmuseum besichtigt – mit den besonderen, auf den Roman bezogenen Fragestellungen im Sinn. Wichtiger war aber auch für Celle die Schreibtischrecherche. Sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen, ist zwar immer gut, aber eigentlich sieht es fast nie auch nur annähernd noch so aus wie in der Epoche, über die ich schreibe. Die wichtigen Details finde ich eher in Geschichtsbüchern oder anderen historischen Quellen.
Danke für die schöne Leserunde
Auf der Leserplattform "Lesejury" geht nun allmählich die lebhafte und schöne Leserunde zu "Das blaue Medaillon" zu Ende. Ich danke allen Teilnehmern dafür, dass sie dabei waren und ihre Leseeindrücke geteilt haben. Mir hat es großen Spaß gemacht, eure Fragen zu beantworten. Damit auch Neugierige, die keine Lust auf Leserforen haben, einige der Fragen und Antworten lesen können, werde ich sie in nächster Zeit z.B. hier noch einmal aufgreifen.
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Dienstag, 12. September 2017
Recherche für das 17. Jahrhundert
Aus gegebenem Anlass hole ich diese beiden Collagen noch einmal hervor. So können alle, die gerade "Das blaue Medaillon" lesen, sehen, welche Art Bilder und Eindrücke mir beim Schreiben weiterhelfen.
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| Fotos aus dem Celler Schloss |
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| Zeitgenössische Gemälde |
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Mittwoch, 16. August 2017
Lesung in Lüneburg
Eine Woche nach der Premierenlesung in Celle lese ich auch in Lüneburg. Und zwar dieses Mal in der bezaubernden Buchhandlung am Lambertiplatz. Wer dort kein Buch für sich findet, will eigentlich gar nicht lesen.
Ganz sicher wird es ein schöner Abend.
Martha Sophie Marcus: Lesung aus "Das blaue Medaillon"
Do 14. September 2017, 19:00 Uhr
Bücher am Lambertiplatz, Bei der St. Lambertikirche 9, 21335 Lüneburg
Telefon (04131) 2238861
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Lesung in Celle
Ein großer Teil der Handlung von "Das blaue Medaillon" spielt in der Stadt Celle und dem Celler Schloss. Deshalb finde ich es besonders schön, dass die Lesungspremiere dieses Mal in der Celler Buchhandlung Decius stattfinden wird. Die übrigens ganz in der Nähe des Schlosses liegt, was geradezu nach einem kleinen Spaziergang im Anschluss an die Veranstaltung schreit.
Ich freue mich sehr darauf, an diesem passenden Ort aus dem Roman zu lesen und mit den Zuhörern zu plaudern.
Martha Sophie Marcus: Lesung aus "Das blaue Medaillon"
Do 07. September 2017, 20:00 Uhr
Buchhandlung Decius Celle, Markt 4–6, 29221 Celle
Telefon (05141) 888818
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Montag, 14. August 2017
Scapple hilft beim Szenenbauen
Das Programm (oder in neuerem Deutsch: die App) »Scapple« von den Scrivener-Machern ist ein schlichtes, einfach zu bedienendes Pinnwand-Werkzeug, das man zum kurzen Brainstorming zwischendurch oder zum Ordnen von Ideen verwenden kann. Für aufwendige Mindmaps oder schnelles Assoziieren benutze ich zwar lieber z.B. »Freeplane«, weil das noch ganz andere Funktionen und Gestaltungsmöglichkeiten hat, trotzdem möchte ich Scapple nicht mehr missen. Die Einfachheit der Bedienung macht meine Gedanken nämlich schön locker. Außerdem arbeitet Scapple auf die ein oder andere Art sehr praktisch mit Scrivener zusammen, obwohl es eine eigenständige Software ist.
Wenn ich Szenen schreibe, in denen viele Personen auftreten, erzeuge ich gern ein Bild, in dem ich die Namen zusammenstelle und anordne. Entweder so, wie die Personen sich im entsprechenden Raum befinden oder z.B. ihrer Zusammengehörigkeit nach. Auf die Art bleiben sie mir vor Augen, und ich vergesse nicht, sie am fiktiven Geschehen oder Gespräch zu beteiligen. Mit Scrivener plus Scapple ist das ganz einfach. (Ich arbeite übrigens mit der Scrivener/Scapple-Version für Windows. Beim Mac funktionieren manche Dinge anders.)
Ich habe in meinem Scrivener-Binder einen Ordner, in dem für jede Person des Romans ein Steckbrief-Dokument liegt. Manche dieser Personalbögen sind detaillierte Infosammlungen, in anderen steht kaum mehr als der Name. Gemeinsam haben sie, dass ich sie per Drag-und-drop auf meine geöffnete Scapple-Pinnwand ziehen kann. Dazu lege ich mir die beiden Programmfenster nebeneinander, picke die Personen aus meinem Ordner, die in der jeweiligen Szene mitspielen, und lege sie auf der Pinnwand ab wie Karteikärtchen. Dann kann ich Scapple wieder auf den ganzen Bildschirm ausdehnen und die Personen so lange hin- und herschieben oder/und mit Verbindungslinien, Stichworten oder Abbildungen versehen, bis mein Hirn das der Szene angemessene und hilfreiche Bild gefunden hat. Das sichere ich dann ein Mal als Scappledatei, exportiere es aber noch ein weiteres Mal als simple Bilddatei (.jpg) Diese Bilddatei lege ich mir dann wiederum in den Ordner »Mindmaps« in meinen Scrivener-Binder. Während ich an der Szene arbeite, kann ich mir das Bild dann per Splitscreen neben meinem wachsenden Text anzeigen. Und wenn ich merke, dass die Szene so nicht funktioniert, kann ich in der Scappledatei weiter Personen und Stichworte herumschieben, bis ich eine Lösung gefunden habe.
Wenn ich Szenen schreibe, in denen viele Personen auftreten, erzeuge ich gern ein Bild, in dem ich die Namen zusammenstelle und anordne. Entweder so, wie die Personen sich im entsprechenden Raum befinden oder z.B. ihrer Zusammengehörigkeit nach. Auf die Art bleiben sie mir vor Augen, und ich vergesse nicht, sie am fiktiven Geschehen oder Gespräch zu beteiligen. Mit Scrivener plus Scapple ist das ganz einfach. (Ich arbeite übrigens mit der Scrivener/Scapple-Version für Windows. Beim Mac funktionieren manche Dinge anders.)
Ich habe in meinem Scrivener-Binder einen Ordner, in dem für jede Person des Romans ein Steckbrief-Dokument liegt. Manche dieser Personalbögen sind detaillierte Infosammlungen, in anderen steht kaum mehr als der Name. Gemeinsam haben sie, dass ich sie per Drag-und-drop auf meine geöffnete Scapple-Pinnwand ziehen kann. Dazu lege ich mir die beiden Programmfenster nebeneinander, picke die Personen aus meinem Ordner, die in der jeweiligen Szene mitspielen, und lege sie auf der Pinnwand ab wie Karteikärtchen. Dann kann ich Scapple wieder auf den ganzen Bildschirm ausdehnen und die Personen so lange hin- und herschieben oder/und mit Verbindungslinien, Stichworten oder Abbildungen versehen, bis mein Hirn das der Szene angemessene und hilfreiche Bild gefunden hat. Das sichere ich dann ein Mal als Scappledatei, exportiere es aber noch ein weiteres Mal als simple Bilddatei (.jpg) Diese Bilddatei lege ich mir dann wiederum in den Ordner »Mindmaps« in meinen Scrivener-Binder. Während ich an der Szene arbeite, kann ich mir das Bild dann per Splitscreen neben meinem wachsenden Text anzeigen. Und wenn ich merke, dass die Szene so nicht funktioniert, kann ich in der Scappledatei weiter Personen und Stichworte herumschieben, bis ich eine Lösung gefunden habe.
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| Die Programmfenster Scapple und Scrivener nebeneinander |
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| Personen mit der Maus aus Scrivener in Scapple ziehen |
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| Fertiges Gedankengebilde als jpg exportieren |
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Mittwoch, 9. August 2017
Leserunde für "Das blaue Medaillon" bei der "Lesejury"
Vom 11.09. bis 01.10.2017 begleite ich im Forum der "Lesejury" eine Leserunde zu "Das blaue Medaillon". Wenn ihr Spaß am gemeinsamen Lesen, am Diskutieren und Rezensieren habt und dabei sein möchtet, könnt ihr euch bis zum 27.08.2017 für die Leserunde bewerben.
Auch bei den Büchereulen wird es voraussichtlich eine Leserunde mit mir geben. Alles Nähere dazu folgt demnächst.
Auch bei den Büchereulen wird es voraussichtlich eine Leserunde mit mir geben. Alles Nähere dazu folgt demnächst.
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Das erste Exemplar vom "Medaillon"
Gestern war alles noch recht theoretisch, heute kam das erste druckfrische Exemplar von "Das blaue Medaillon" mit der Post. Hübsch ist das Buch geworden, die Farben etwas kräftiger als die Bildschirmdarstellung ahnen ließ, und der Titel schillert. Macht sich gut, da auf meinem Recherche-Schreibtisch, wo es eigentlich schon um einen seiner Nachfolger geht. Ich freu mich.
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Dienstag, 8. August 2017
Martha und die Marketingmühle
Vor dem Erscheinungstermin eines Buchs müssen sich Autorinnen jedes Mal mit der Frage beschäftigen, wie sie die frohe Botschaft vom frischen Lesefutter ihren möglichen Lesern mitteilen können. Das gilt nicht nur für Selfpublisherinnen, sondern auch für Autorinnen, die bei Verlagen veröffentlichen. Denn Verlage helfen zwar oft, spendieren aber nur für sehr wenige ihrer Buchtitel große Werbekampagnen. Außerdem finde ich, dass es zum Autorenstolz gehört, seine Leser auch selbst zu informieren.
Etwa einen Monat, bevor der neue Titel in den Handel kommt, schweifen meine Gedanken zunehmend von den Projekten ab, an denen ich eigentlich gerade schreibe, und kreisen wieder um das Buch, das da kommen wird. Meist hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon seit Monaten nicht mehr direkt mit ihm zu tun. Aber nun verbringe ich Zeit damit, mich wieder in die Geschichte hineinzudenken, Werbematerial zu schreiben und zu layouten, meine Webseite zu aktualisieren, Lesungen abzusprechen und vorzubereiten, Leserunden anzubahnen und bei der Presse anzuklopfen.
Weil es mir wichtig ist, ein verlagsunabhängiges Infoblatt über mich und meine Bücher anzubieten, lasse ich mir seit einigen Jahren einen Flyer drucken, den ich jedes Mal aktualisiere, wenn die alten Exemplare zur Neige gehen. Gerade gestern habe ich die neue Fassung in Druck gegeben, auf der nun wieder alle meine Titel aufgeführt sind. Als Pdf herunterladen könnt ihr euch den Flyer übrigens über meine Webseite. Dann könnt ihr ihn ausdrucken und als Einkaufsliste mit in die Buchhandlung nehmen. 😉
Etwa einen Monat, bevor der neue Titel in den Handel kommt, schweifen meine Gedanken zunehmend von den Projekten ab, an denen ich eigentlich gerade schreibe, und kreisen wieder um das Buch, das da kommen wird. Meist hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon seit Monaten nicht mehr direkt mit ihm zu tun. Aber nun verbringe ich Zeit damit, mich wieder in die Geschichte hineinzudenken, Werbematerial zu schreiben und zu layouten, meine Webseite zu aktualisieren, Lesungen abzusprechen und vorzubereiten, Leserunden anzubahnen und bei der Presse anzuklopfen.
Weil es mir wichtig ist, ein verlagsunabhängiges Infoblatt über mich und meine Bücher anzubieten, lasse ich mir seit einigen Jahren einen Flyer drucken, den ich jedes Mal aktualisiere, wenn die alten Exemplare zur Neige gehen. Gerade gestern habe ich die neue Fassung in Druck gegeben, auf der nun wieder alle meine Titel aufgeführt sind. Als Pdf herunterladen könnt ihr euch den Flyer übrigens über meine Webseite. Dann könnt ihr ihn ausdrucken und als Einkaufsliste mit in die Buchhandlung nehmen. 😉
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Montag, 17. Juli 2017
Künftige Könige und ihre Mätressen
Am Freitag bin ich mit der Überarbeitung meines neuen Manuskripts fertiggeworden. Ich erspare Euch die hundert Smilies, aber glücklich bin ich schon. In dem Roman, den ich nun für den nächsten Arbeitsschritt den liebevollen Händen meiner Lektorinnen überlasse, geht es um Fürsten, Mätressen und den wunderschönen "Großen Garten" von Hannover. Über den Erscheinungstermin weiß ich noch nichts. Aber zunächst einmal kommt ja ohnehin erst "Das blaue Medaillon" am 25. August 2017.
Weil ich im vergangenen Monat nicht nur eine lange Geschichte zu Ende geschrieben, sondern auch eine tolle Reise durch England und Schottland erlebt habe, hänge ich hier noch ein paar Urlaubsfotos an. Tatsächlich hat die Romanidee, an der ich jetzt feilen werde, eine Menge mit England und Schottland zu tun. Mal sehen, was daraus wird.
Weil ich im vergangenen Monat nicht nur eine lange Geschichte zu Ende geschrieben, sondern auch eine tolle Reise durch England und Schottland erlebt habe, hänge ich hier noch ein paar Urlaubsfotos an. Tatsächlich hat die Romanidee, an der ich jetzt feilen werde, eine Menge mit England und Schottland zu tun. Mal sehen, was daraus wird.
Donnerstag, 8. Juni 2017
Kurz vor der Reise
Tja, da habe ich den Zeitaufwand für die Manuskriptüberarbeitung doch mal wieder falsch kalkuliert. Eigentlich sollte hier heute mit hundert Smilies verziert stehen: »Juhu, Manuskript abgegeben, und nun auf in den Urlaub!« Daraus wird nix. Stattdessen schreibe ich: Juhu, meine Geschichte ist zu Ende erzählt, und sie gefällt mir. Geschliffen und fein in Form gebracht habe ich sie immerhin zu siebzig Prozent. Die restlichen dreißig hebe ich mir für später auf und fahre trotzdem erst mal in den Urlaub.
Dass ich mir die Zeit sowohl für die Arbeit am Text als auch für die Erholung dieses Mal nehmen kann, genieße ich sehr. Denn eigentlich mag ich dieses erste Grob- und Feinschleifen am Manuskript. Unangenehm finde ich es nur, wenn es damit besonders schnell gehen soll.
Zum ersten Mal habe ich übrigens für diesen Roman als Schreibsoftware Scrivener verwendet. Schon beim Planen und Schreiben war ich begeistert von der Flexibilität der Funktionen. Die größten Vorteile zeigen sich für mich aber jetzt beim Überarbeiten. So bequem hatte ich es vorher noch nie. Besonders mag ich die verschiedenen Möglichkeiten, Textstellen mit Tags/Stichwörtern zu kennzeichnen und so für die geniale Suchfunktion auffindbar zu machen. Scrivener kann z.B. nach Stichwörtern filtern und mir nur die gekennzeichneten Szenen anzeigen. Dabei kann ich auch zwei Textstellen nebeneinander betrachten, ohne eine davon duplizieren zu müssen. Ich kann mit ein bis zwei Klicks Sicherheitskopien von der Szene speichern, an der ich gerade arbeite, für den Fall, dass ich später doch zu einer früheren Version zurück will. Und diese Kopien bleiben alle aus dem Programm heraus mit einem Klick zugänglich, lassen sich parallel zum aktuellen Text aufrufen und mit ihm vergleichen. Und tausend kleine Nützlichkeiten mehr, von denen ich noch lange schwärmen könnte.
Aber eigentlich wollte ich mich nur in den Urlaub abmelden. Wenn ich wiederkomme, rückt langsam auch der Veröffentlichungstag von »Das blaue Medaillon« in greifbare Nähe. Zwei Lesungen und eine Leserunde bei den Büchereulen sind fest geplant. Bei Amazon ist per »Blick ins Buch« übrigens jetzt schon eine Leseprobe online, falls jemand neugierig ist.
So. Ab nach Schottland via Cambridge, mit dem feuerwehrroten Campervan. Ich wünsche Euch einen wunderbaren Juni.
Martha
Montag, 20. März 2017
Elsternseele und Rabenherz: die E-Book-Neuausgabe
Die E-Book-Neuauflage von »Elsternseele und Rabenherz« ist jetzt bei Amazon und den Buchhändlern der Tolino-Allianz erhältlich!
Spannendes Abenteuer um Freundschaft, erste Liebe und Magie für 10- bis 13jährige Leselustige.
Lesespaß im Doppelpack, ca. 300 Seiten, € 4,99Zum Inhalt:
Die Sommerferien haben gerade angefangen, doch die zwölfjährige Pia ist verzweifelt: Seit Wochen ist ihre geliebte Großmutter verschwunden, und ihre Eltern wollen nun die Suche nach ihr aufgeben. Als Pia noch einmal auf eigene Faust nach ihrer Oma sucht, stößt sie in ihrem Haus auf das seltsame Mädchen Jori. Joris zweiter Fuß ist eine Vogelkralle, und das ist nur ein kleiner Teil ihres magischen Geheimnisses. Mit ihrer Hilfe findet Pia etwas über sich selbst heraus, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Schon bald wird sie mit ihren Freunden in den Kampf gegen einen mächtigen Feind verwickelt.
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Samstag, 18. März 2017
MSMbooks bei der Arbeit
2013 sind mein Kinderbuch »Elsternseele« und seine Fortsetzung »Rabenherz« als Doppelband im Baumhaus Verlag erschienen. Dieses Jahr habe ich die Rechte zurückbekommen und bringe den Doppel-Schmöker für zehn- bis dreizehnjährige Leselustige nun als eigene E-Book-Ausgabe neu heraus.
Damals war es eine Verlagsentscheidung, das Buch »Rabenherz und Elsternseele« zu nennen, obwohl es eigentlich mit der Elsternseele beginnt. Ich habe mich dafür entschieden, das wieder geradezurücken, und das E-Book »Elsternseele und Rabenherz« genannt..
Lange habe ich am Text, Verzierungen und Dateien gefeilt, aber heute war ich dann so weit, dass ich die Dateien hochladen konnte. Bald wird das neue E-Book bei Amazon und den Händlern der Tolino-Allianz erhältlich sein. Mich freut das sehr, denn alle anderen Ausgaben sind schon seit einer Weile vergriffen.
Mein Kinderbuch ist damit übrigens schon das zweite meiner Bücher, das ich selbst neu als E-Book unter dem Label MSMbooks herausbringe. Ich finde es großartig, dass diese Möglichkeit heute besteht, und Titel, die vom Verlag nicht mehr gepflegt werden, nicht sterben müssen.
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Donnerstag, 16. März 2017
Wer Piper niedlich fand ...
Eigentlich schreibe ich zurzeit an einem neuen historischen Roman, der so wie »Das blaue Medaillon« (ab 25.08.2017 im Handel) ebenfalls an einem Adelshof des 17. Jahrhunderts spielt. Nebenbei beschäftigt mich aus zwei Gründen aber auch wieder einmal die Vogelwelt.
Da wir in diesem Winter traurigerweise zum ersten Mal seit Ewigkeiten keine Katze mehr im Haus hatten, habe ich ausnahmsweise Winterfutter für die Vögel ganz nah vor dem Fenster meines Arbeitszimmers angebracht. Die kleinen Federwische kamen denn auch zuhauf. Blau- und Kohlmeisen, Kleiber, Rotkehlchen, Spatzen, Amseln, Grünfinken, Eichelhäher, Tauben und wasnoch. Und außerdem: Schwanzmeisen. Schwanzmeisen kannte ich noch nicht so aus der Nähe, und ich sage Euch, wer Piper von Pixar niedlich fand, der sollte mal meine Schwanzmeisen sehen. Ich kann gar nicht weggucken, wenn die an den Futterknödeln turnen.

Der zweite Grund, warum mir die Vogelwelt gerade Spaß macht, ist meine eigene E-Book-Neuauflage von »Elsternseele und Rabenherz«. Der Kinderbuch-Zweiteiler war 2013 im Baumhaus Verlag erschienen, und kürzlich habe ich die Rechte zurückbekommen. Am Wochenende werde ich mich noch eine Weile damit beschäftigen, und bald ist das Buch dann zumindest als E-Book wieder erhältlich.
Als ich die beiden aufeinander folgenden Geschichten geschrieben habe, war ich übrigens zur Recherche als Aushilfsfalknerin unterwegs. Daran denke ich noch gern zurück.
Ach ja, und beim Thema Vögel allgemein und Elstern im Speziellen fällt mir ein: Die Steuererklärung ist ja auch schon wieder fällig. Gibt's doch nicht, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist.
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Freitag, 3. Februar 2017
Martha und das Werkzeug
Ich liebe gutes Werkzeug. Trotzdem besitze ich in der Regel aus Überzeugung nur das, was ich wirklich brauche. Das gilt für Äxte, Rosenscheren, Kochtöpfe, Küchenmaschinen, Zangen und Straßenbesen.
Bei meinem Arbeitsgerät als Autorin hat sich in letzter Zeit allerdings so einiges aufgebläht. Mein jüngstes, inzwischen lektoriertes Manuskript (Das blaue Medaillon) habe ich mit der Autorensoftware Patchwork geschrieben, und obwohl ich die eingebauten Möglichkeiten genial finde, hatte ich zunehmend Probleme damit. Daher musste ich mich neu umsehen und umsatteln. Nun benutze ich Scrivener und finde es auch toll. Papyrus Autor ist übrigens ebenfalls gut. Und kennt Ihr Zotero? Warum habe ich das nicht schon vor Jahren für die Verwaltung meines Recherchematerials entdeckt? Für Mindmapping-Programme kann ich mich nebenbei bemerkt auch begeistern. Ich kenne bestimmt sechs verschiedene.
Zusammengefasst: Es macht mir ein irrwitziges Vergnügen, Zeit damit zu vergeuden, zeitsparende geniale Software auszuprobieren.
Trotz dieser Einsicht würde ich nie sagen, dass sie meiner Produktivität mehr schaden als nutzen. Für mich sind diese Programme wie ein Spiel, das die Arbeit am Text immer wieder auf andere Weise reizvoll macht und Ideen ans Licht befördert, die sonst im Dunkeln geblieben wären.
Abgesehen davon, lerne ich einfach gern dazu, sogar wenn es scheinbar erst mal zu nichts gut ist.
Und ich habe jetzt über Autorensoftware schon eine ungeheure Menge gelernt ... :-) Fragt mich ruhig, wenn Ihr etwas wissen wollt.
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